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Ihr wollt uns besuchen kommen und an einem Missionseinsatz teilnehmen?

Für eine Internationale Konferenz an der Missionare und Zeltmacher aus ganz Afrika teilnehmen werden Mitarbeiter gesucht, die das parallel stattfindende Kinder- und Jugendprogram leiten und durchführen.

Die Konferenz findet in einem in grünen Teefeldern gelegenem Konferenzzentrum statt. Es werden ca. 80 Kinder allen Alters und aus vielen verschiedenen Ländern erwartet.

Während der Konferenz ist das Team Teil des Internationalen Leitungsteams und verantwortlich für den Bereich Kinder und Jugend.

Die Konferenz findet statt vom 27.12.16 – 1.1.17, Hauptredner wird Rabi Maharaji sein, Autor des Buches „Tod eine Gurus“.

Nach der Konferenz wird das Team weitere Einsätze mit Kindern in Kenia unternehmen. So ist ein besonderer Tag in einem Kinderheim geplant darüber hinaus weitere Einsätze.

12 Tage 14 Stunden 45 Minuten war ich in Deutschland bis letzten Donnerstag. 

Grund war der Besuch der Christian Comunity Development (CCD) Konferenz in Schwäbisch Gmünd.

Aber die Zeit war darüber hinaus auch gut gefüllt. Viele von euch konnte ich persönlich treffen und small talk halten, aber alles geht natürlich in der kurzen Zeit nicht.

Immerhin habe ich einiges untergebracht:

Eine Hochzeit

vier Gottesdienste

5 Tage CCD Konferenz Teilnahme und Technik

Empfangsabend

Mitgliederversammlung Allianz-Mission

Gottesdienst zur Verabschiedung und Einführung Geschäftsführer AM

Steuererklärung

Drei Geburtstage

Zwei Überschwemmungen

Unzählige Besuche bei Freunden

„abliefern“ von unzähligen Mitbringsel unsere Kinder für ihre Freunde und Klassen.

Einkaufen der mitgebrachten Wunschlisten

So war es eine kurze aber heftige Zeit und da beide Flüge Nachtflüge waren und ich kein Flugzeugschläfer bin war es eine Kraftraubende Reise.
Doch die vielen Treffen und Begegnungen haben die Mühen wett gemacht und es war schön so viel Freunde wiederzusehen und die Chance zu haben einfach mal persönlich die Sachen zu erzählen die man eben nicht bei Facebook, Blog und email mitteilen kann.

 Das persönliche Gespräch ist doch etwas anderes als die passive elektronische Kommunikation! Aber in den Gesprächen konnte ich hören, wie viele weiter uns begleiten und Anteilnehmen!

Gut war es auch einige offizielle Gespräche zu führen und das eine oder andere zu klären. Bei den Veranstaltungen der AM fand ich mich dann auch wieder an der Spülmaschine und auf dem Parkplatz beim einweisen wieder – alles wie immer! 


 

Die letzten Tage war ich in anderer Mission unterwegs. Das "Nest" zu dem auch das Halfway Haus gehört hat in den letzten Jahren ein sehr ambitioniertes Projekt verwirklicht. Neben einem Babyheim wurden kleine Häuser gebaut in denen Familien leben sollten die ein Baby adoptieren wollen. Leider sind seit ca. 2 Jahren Adoptionen durch Ausländer in Kenia komplett verboten. Deshalb werden die Häuser jetzt vermietet um Einkommen für das Projekt zu bekommen. So war auhc der Plan, die Häuser sollten das überleben des Projektes sichern.

Leider wurden in der Bauphase durch die Firma, die die Bauleitung hatte viele sehr grobe Fehler begangen. Durch einen falschen Kleber sind alle PVC Wasserleitungen undicht. Wegen fehlenden Unterbau sind die Dächer undicht. Wegen falscher Verlegung sind alle Fliesen abgefallen. Wegen, hmm man weiss nicht warum, wurde der Carport falsch herum errichtet so das kein Auto drunter passt.... So geht die Liste weiter.

Das Projekt hat nach vielen Versuchen eine Ausbesserung zu bekommen die Abschlussrechnung gekürzt, die selbst bezahlten Ausbesserungen bis dahin waren bereits das dreifache des gekürzten Betrages.
Leider besteht die Firma auf Zahlung der Rechnung, verlangt 20% Zinsen und so sit allein der streitige Zinsbetrag bereits im höheren 5-stelligen Eurobereich!

Ich habe in letzter Zeit geholfen die Dinge etwas zu ordnen und sortieren und zu sehen mit welchen Schäden man am ehesten Aussicht auf Erfolg in der anstehen Schichtung hat. Die Gesamtliste der Baufehler umfasst sicher an die 300 Punkte, aber es erscheint sinnvoller sich auf die 4-5 gröbsten und offensichtlichsten Fehler zu konzentrieren.
Heute nun war Begehung mit mit dem Bausachverständigen der das Projekt ind er Schlichtung vertritt, selbst er als Kenianer war mehr als entsetzt über die Füle der Mängel und auch die grobe Fahrlässigkeit.

Es wird spannend wie die Schlichtung weitergeht den die Sache ist sehr verfahren und mittlerweile kaum nachzuvollziehen.

Als Mama von vier Mädels kann ich eigentlich jeden Tag sagen, dass ich ausreichend mit Kindern zu tun habe. Trotzdem war heute ein ganz anders kinderreicher Tag. Oft frage ich mich, was mache ich in Nairobi, wo gibt es noch Nischen wo man sich sinnvoll einbringen kann? Gibt es überhaupt noch Nischen? Ist nicht für alles und jedes Problem eine Organisation da die sich schon kümmert?

Ja das mag sein und trotzdem wurde mir heute noch mal vor Augen geführt wie groß die Not an allen Ecken und Enden ist und man guten Gewissens einfach mit anpacken kann und sollte . Gilt sicher in Deutschland in ähnlichem Sinne?

 Es gibt nur ein paar Kilometer von uns weg ein Projekt, dass Halfway House, wir haben vor kurzem schon einmal davon erzählt. Letzte Woche hat eine junge Frau dort ein Baby zur Welt gebracht. Sie wurde vom Jugendamt, wenn man das hier so nennen kann, dort untergebracht. Nach Haft wegen Kindesvernachlässigung sollte sie dort so lange sein bis ihr zweites Kind zur Welt gekommen ist. Es war klar, dass sie mit diesem Kind nichts zu tun haben wollte, ist das doch schon der Fall bei dem ersten Kind gewesen. Trotzdem konnte sie sich in den letzten Wochen dort doch dazu durchringen sich für ihr Kind zu entscheiden.

Heute habe ich sie besucht weil ich versprochen hatte nach der Geburt, Mama und Baby zu begleiten. Wir saßen eine Stunde zusammen, Nabelpflege, ein paar Reflexe durchprobiere, Bonding zwischen der großen Schwester und dem kleinen Bruder, etwas Stillberatung und einfach reden... Es wird noch ein langer Weg sein bis diese Mama aus vollstem Herzen lieben kann und eine Perspektive für ihr Leben bekommen kann.

Direkt danach bat mich die Heimleiterin noch im Babys-Home nach einem Kind zu schauen, dass am Wochenende gebracht wurde. Reif geboren, auf der Straße eingesammelt, die Vierfache Mutter in die Psychiatrie gesteckt und das Kind nur 1,9 kg. Was für ein Bündel kleines Leben und welch eine Kämpferin. Mal davon ab, dass sie noch ganz viel wachsen muss war die Maus erstaunlich fit, wollen wir hoffen dass es so bleibt. Was aus dem Kind, der Mutter und den Geschwistern wird ist noch völlig unklar...

Nebenbei erfuhr ich das die 15 jährige Schwangere Mama aus dem Frauenhaus am Sonntag ihr Kind gebar... leider hat es nicht überlebt. Nach Missbrauch durch den eigenen Vater hat das Mädchen verweigert sich untersuchen zulassen als die Wehen einsetzten. Was man ja gewissermaßen nachvollziehen kann, das Mädchen ist traumatisiert. Aber Folge war, das man sie einfach sich selbst überlies da sie nicht kooperativ war. Das Feingefühl der Hebammen und Schwestern war nicht vorhanden. Da hat dieses Land noch viel zu lernen... Unterm Strich sind Mutter, Oma und Vater des Babys froh, dass "das Problem" nun aus der Welt ist. Wo leben wir eigentlich?

Am Nachmittag kam die Nachricht, ob ich nochmal vorbeischauen könnte? Es wurde ein Kind aus dem Gefängnis gebracht (Mutter inhaftiert), etwa ein Jahr alt und nur 5kg schwer. Auch hier ist der kleine Mann zum Glück ein Kämpfer. Aufpäppeln wird schnell gehen, aber was an seelischen Wunden schon da ist kann man nur erahnen. Mutter ist froh ihn los zu sein, wollte ihn zum Abschied noch nicht mal sehen.

Die Not ist groß und man bekommt immer nur kleine Eindrücke mit. Ich hoffe, dass ich dort zunehmend einen Platz finden kann um mit diesen Frauen nachhaltiger in Kontakt zu bleiben.

In der letzten Woche haben wir mit Hilfe von lieben Freunden aus Dietzhölztal die Solaranlage installiert die wir im Container mitgebracht haben. Die komplette Anlage war eine Spende der 7x7 Finanzgruppe aus Bonn und Dillenburg! 

Für kenianische Verhältnisse haben wir relativ wenige Stromausfälle, aber doch mindestens einmal die Woche einen Tag ohne Strom. Die Solaranlage soll nicht nur diese Zeiten überbrücken, sondern auch die Kosten senken. Auch hat das Stromnetz hier die Angewohnheit gerne mal Spannungen jenseits der 230V anzubieten mit dem Ergebnis das Geräte dabei verglühen.
Die Sonne hier scheint mit einer Regelmässigkeit und vor allem hat die Äquatorsonne auch eine höhere Effizienz es wäre sträflich diese Energie nicht mehr zu nutzen.

Leider war nach zwei Tagen die Freude bereits schon wieder vorbei. Der Wechselrichter der die 24V DC in 230V Wechselspannung umwandelt hat leider in der Nacht den Dienst versagt und so war es dunkel obwohl die Batterien voll waren. So musste ich erst mal wieder auf normalen Strom umbauen, ich hatte die Solaranlage so ins Hausnetz angeschlossen das alle Lichter darüber liefen.

Es ist frustrierend wenn man gerade sich sehr gefreut hat was tolles installiert zu haben und dann funktioniert es nicht mehr. Zumal wenn man zwar einiges weiß und kann, einem dann aber doch die nötige Fachkenntnis fehlt um zu verstehen was das Problem verursacht.

Nach etlichen Telefonaten, Google Befragungen und zigmaligen zerlegen des Wechselrichters gab es leider keine rechte Lösung. Ausser dass offensichtlich die verbauten Sicherungen Teil des Problems sind, der Wechselrichter dadurch beschädigt wurde.
Die Sicherungen hatte ich zusammen mit Kabel und anderen Kleinteilen hier lokal gekauft von einen sehr netten Händler der mir die Sicherungen mit den Worten " I make you good price"  verkauft hat.
heute konnte ich endlich eine Elektriker finden der in der Lage war etwas fundierter sich mit der Sache auseinander zu setzen und er konnte auch wirklich das Problem lösen, ein Kondensator war nicht richtig verlötet. Aber Auslöser des Ausfalles und eventuell vielleicht sogar verantwortlich das ich das Problem am Inverter erst bemerkt habe waren die Sicherungen.
Bei genauere Untersuchung war es sichtbar, dass es sich um minderwertige chinesische Plagiate handelte und die Sicherungen nicht das tun was sie tun sollen, Abschalten bei Problemen.


In einem besseren Laden habe ich heute die "gleiche" Sicherung nochmal gekauft, zum fünffachen Preis. Wenn mann beide vergleicht sieht und spürt man den unterschied, die 20g die das Original mehr wiegt sind sicherlich gute Technik. Wenn man den direkten Vergleich hat, dann sieht man recht eindeutig was die Fälschung ist. Das erinnert mich an den Autoteile-Händler in Mwanza der Ölfilter immer mit den Worten "You want a bit more Original?" verkaufte, weil Original gibt es hier einfach nie, es gibt nur bessere und schlechtere chinesische Nachmache.

Mit der Reparatur und neuen Sicherungen sollte es jetzt hoffentlich länger halten.

 

Die letzten 14 Tage waren etwas anderes als geplant!
Alles begann mit einem Facebook-Anruf am vorletzten Sonntag. Der Sohn eines Missionarsehepaars aus Bunda/Tansania rief an, dass es seinem Vater extrem schlecht geht. Wir hatten schon zu vor Kontakt zu ihnen gehabt und gehört, dass er krank ist. Zu Beginn war es Malaria, in der Zeit ist er hingefallen und da er etwas gewichtiger ist, hat er sich dabei an Schulter und Knöchel verletzt. Danach hat er drei Wochen das Bett nicht verlassen, hat nichts mehr gegessen und getrunken damit er nicht mehr zur Toilette muss. Das der Körper das irgendwann nicht mehr mit macht war absehbar. 

Ich habe verschiedene Organisationen angerufen die solche Notfallflüge machen können. Neben den Kosten war natürlich wichtig zu klären welcher der nächste Flughafen ist der angeflogen werden kann. Parallel mit der Familie in Bunda kommunizieren das sie bis spätestens 17:00 dort sein müssen wegen der Dunkelheit.
AIM Air, eine amerikanische Missionsfluggesellschaft war nicht nur in der Lage innerhalb einer Stunde einen ausreichend großen Flieger startklar zu haben, sondern war auch finanziell sehr entgegenkommend.
Um Absprachen treffen zu können und um helfen zu können bin ich von Nairobi aus mitgeflogen. Noch vom Flugzeug aus habe ich Kontakt gehalten und letzte Absprachen wurden getroffen. Es war ein schöner Flug über Rift Valley, Masai Mara, Serengeti und Viktoria See bis Mwanza.

Dort musste die schnelle Abwicklung geklärt werden, der Krankenwagen musste auf das Rollfeld gelassen werden (was zu Ärger führte als er falsch abbog und auf dem Runway fuhr). Da der Patient etwas gewichtiger ist, mussten 8 Männer  anpassen um ihn mit Liege in den Flieger zu hieven und dort auf die Liege des Fliegers umbetten. Mit dem Patienten und seiner Frau ging es dann zurück nach Nairobi, dort angekommen ging es direkt weiter ins Krankenhaus. Es wurde ein lange Abend, bis in der Notaufnahme etwas passierte und er stationär aufgenommen wurde. Die ersten Ergebnisse waren, dass die ausgekugelte Schulter wohl beim verladen wieder eingerenkt wurde, dass sonst nichts gebrochen ist. Es waren viel kleine Dinge nicht in Ordnung die in der Summe zu einem Problem wurden.
Ich habe die nächsten 10 Tage täglich im Krankenhaus verbracht um zu sehen, dass er die richtige Behandlung bekommt. Vor allem muss man alles bar bezahlen und jedes einzelne Teil, jeder Handschuh, jede Tablette steht einzeln auf der Rechnung. Jeder Arzt stellt seine Besuche in Rechnung, zum Teil tauchten sie auf der Rechnung auf wenn sie nur den Kopf zur Tür reinsteckten und „Hello“ sagten! In dem Krankenhaus kennt mich jetzt wohl jeder, da ich jeden Posten auf der Rechnung hinterfragt habe. 
Neben der Kontrolle der Rechnung war es aber Hauptaufgabe zu sehen, dass er vernünftige Behandlung bekommt, die ihm nützt und nicht dem Krankenhaus. IN den vielen Untersuchungen, kam zu tage, das sein implantierter Defibrillator nicht mehr funktionierte da die Batterie ihre Lebenszeit überschritten hatte. Es wurde dann noch ein neuer Defibrillator eingesetzt, was eine ziemliche Lastminute Aktion war, da die Kinder in den USA das Geld überweisen mussten, aber durch die Zeitverschiebung es nicht rechtzeitig geschafft haben. Aber da ein Somali im OP starb und deshalb die ganz Verwandtschaft den OP stürmten musste der aufwendig gereinigt werden und dadurch alle OPS um mehrere Stunden verschoben werden, dass gab mir die Zeit es doch noch zu organisieren. Der Zahlungsbeleg aus Amerika ging per Mail an mich, von da weiter zum Großhändler für Medizinisches Equipment, die haben dann einen Motorrad Kurier durch den Verkehr geschickt damit alles noch rechtzeitig ankommt. Es war ein aufregender und wiederum langer Tag. An diesem, wie an den meisten anderen Tagen war ich von morgens bis abends im Krankenhaus.

 

Seit Mitte dieser Woche ist er jetzt entlassen und wohnt mit seiner Frau hier bei uns, leider kann und will er immer noch nicht mehr als 5 Meter laufen, aber wir haben ihm einen Physiotherapeuten organisiert der hier mit ihm arbeitet, aber es ist noch ein langer weg!