• Kids
  • Two Girls
  • Girl

Kenia hat ein Müllproblem, wobei wahrscheinlich das Problem darin liegt, dass die meisten Menschen hier kein Problem mit Müll haben. Es ist ihnen egal mitten im Müll zu leben, sie nehmen es nicht als unschön war, oder zumindest muss es so sein, den es liegt einfach überall Müll und keiner tut was dagegen.

Auf den Fotos seht ihr wie zwei Marktfrauen ihren Stand mitten im Dreck und Müll "nett" herrichten!

Momentan verstärkt die Regenzeit den Eindruck von Unsauberkeit nochmals da zu dem Müll auch noch jede Menge Matsch und Pfützen kommen. Wenn wir in Ruaka einkaufen und auf den Markt gehen wundert man sich immer wieder wie wenig es die Menschen zu stören scheint wie es um sie herum aussieht. 

Es ist für mich immer wider erstaunlich wie es an vielen Ecken aussieht und wie wenig Gedanken man sich macht um den Müll. Ein Einkauf hier ist kein Einkauf wenn nicht jedes Teil in eine einzelne Tüte kommt. Alles wird in einer Tüte in eine Tüte gepackt und damit ja nicht die Milch mit dem Joghurt in Kontakt kommt muss es noch eine extra Tüte sein. 
Diese Tüten fliegen und liegen überall herum, auch sonst gibt es kein Müllsystem, man schmeißt es einfach in den nächsten Graben. Wenn man was für Müllbeseitigung hat, dann verbrennt man seinen Müll, am besten in einem stundenlang schwelenden Brand damit alles ausgiebig stinkt.

 

Wir versuchen immer mit Körben einkaufen zu gehen, aber selbst dann muss man diskutieren, dass man nicht noch zusätzliche Tüten braucht. Wir haben auch ein bisschen Deutsche Mülltrennung eingeführt, Kompost kriegen die Hühner, alle Behälter, Metall und Flaschen kommt jemand abholen der die Sachen zur Wiederverwendung verkauft und der Rest wir immerhin gegen Gebühr abgeholt. Was dann damit passiert weiß ich leider nicht, aber ich hoffe mal es landet nicht im nächsten Graben...

Mitten in dem Müll geben sic die Leute trotzdem Mühe ihren Stand nett und ordentlich aussehen zu lassen. Die Fotos oben habe ich fast alle von diesem Stand aus gemacht bei dem wir meistens alles Gemüse einkaufen. 

Die letzen Wochen war „unser“ Haus, also das ehemalige Missionarskinder-Internat der AEM mehr als gut belegt. Neben uns sechs waren bis zu 18 weitere Gäste im Haus! Es war eine sehr bunte Mischung aus vielen verschiedenen Ländern, Kontinenten und Hintergründen.

Wir hatten eine amerikanische Missionarsfamilie aus Tanzania zu Gast. Kurz davor ist bereits eine australische Familie angekommen die im Sudan arbeitet, sie haben jetzt die Eltern zu Gast und werden dan ganzen November mit sieben Personen bleiben.

Neben diesen Gästen haben wir ein junges Mädel aus Ruanda die bei der Deutschen Welle eine Ausbildung macht und jetzt beim ZDF Studio Nairobi ein Praktikum absolviert. 

Wir hatten eine UN Praktikantin aus Hong Kong, die aber in Neuseeland aufgewachsen ist. Jetzt eine Chinesin die in Hong Kong studiert. Dazu eine Kanadierin die ein Kinderheim hier gegründet hat, das mit jetzt gerade mal 22 Jahren.
Vorgestern ist eine Polin dazu gekommen die in einem Luxus Hotel hier in der Nähe arbeitet und dort als Dessert Bäckerin arbeitet.
Morgen kommen fünf Südafrikaner die mit einem alten VW T3 von Südafrika nach Deutschland fahren (www.followthebus.org)!

Am Samstag kommt eine Inderin dazu die in der Schweiz beim CERN und der UN arbeitet.Es ist eine unfassbar bunte Mischung in allen Belangen! Aber es ist eine Freude (fast immer…) diese Leute alle zu beherbergen und vor allem ein Stück mit ihnen etwas zu teilen. Wir hatten bis zu 20 Leute im Haus, mehr Gäste als Decken, so das wir unsere abgegeben haben und einige Nächte gefroren haben!

Viele sind nicht das was eigentlich unser erster Zielgedanke als Missionars-Gästehaus war. Aber wir sehen es als eine riesige Chance an, wir machen keinen Hehl aus unsere Motivation warum wir hier sind und einige unsere Gäste haben sich auch schon zur Gemeinde einladen lassen. Einer unsere Gäste hat bei dem Besuch in der Gemeinde festgestellt das die Kollegen mit denen sie über Monate im UN Büro gearbeitet hat auch Christen sind! Unter Chinesen ist man wohl nicht so offen was den Glauben angeht. 

Wir sind erstaunt in welche Richtung sich die Nutzung des Hauses entwickelt, aber sehen darin eine große Chance Umgang mit vielen Menschen zu haben mit denen man sonst nie in Kontakt treten würde.

Hier zur online Spende.

 

 

 

 

 

Durch anklicken der Bilder kommt ihr zu einer pdf Version. 

HIER könnt ihr euch direkt für den E-Mail Verteiler anmelden!

Heute durften wir endlich unser Visum abholen und in unseren Pass eintragen lassen!

Damit sind wir jetzt offiziell anerkannt und wir können die weiteren Dinge in Angriff nehmen.
Am Montag bereits startet unser Container seine Reise, der stand ja bisher noch in Ewersbach da ohne Visum eine Verschiffung nicht möglich war.
Anfang Oktober wird die Verladung auf das Schiff erfolgen, Ankunft in Mombasa dann Anfang November. Dann beginnt die Zollabwicklung die sicher mehrere Wochen dauern wird.

Wir sind dankbar, dass im Moment viele Räder in einander greifen und Dinge langsam in Position kommen!