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In der letzten Woche haben wir mit Hilfe von lieben Freunden aus Dietzhölztal die Solaranlage installiert die wir im Container mitgebracht haben. Die komplette Anlage war eine Spende der 7x7 Finanzgruppe aus Bonn und Dillenburg! 

Für kenianische Verhältnisse haben wir relativ wenige Stromausfälle, aber doch mindestens einmal die Woche einen Tag ohne Strom. Die Solaranlage soll nicht nur diese Zeiten überbrücken, sondern auch die Kosten senken. Auch hat das Stromnetz hier die Angewohnheit gerne mal Spannungen jenseits der 230V anzubieten mit dem Ergebnis das Geräte dabei verglühen.
Die Sonne hier scheint mit einer Regelmässigkeit und vor allem hat die Äquatorsonne auch eine höhere Effizienz es wäre sträflich diese Energie nicht mehr zu nutzen.

Leider war nach zwei Tagen die Freude bereits schon wieder vorbei. Der Wechselrichter der die 24V DC in 230V Wechselspannung umwandelt hat leider in der Nacht den Dienst versagt und so war es dunkel obwohl die Batterien voll waren. So musste ich erst mal wieder auf normalen Strom umbauen, ich hatte die Solaranlage so ins Hausnetz angeschlossen das alle Lichter darüber liefen.

Es ist frustrierend wenn man gerade sich sehr gefreut hat was tolles installiert zu haben und dann funktioniert es nicht mehr. Zumal wenn man zwar einiges weiß und kann, einem dann aber doch die nötige Fachkenntnis fehlt um zu verstehen was das Problem verursacht.

Nach etlichen Telefonaten, Google Befragungen und zigmaligen zerlegen des Wechselrichters gab es leider keine rechte Lösung. Ausser dass offensichtlich die verbauten Sicherungen Teil des Problems sind, der Wechselrichter dadurch beschädigt wurde.
Die Sicherungen hatte ich zusammen mit Kabel und anderen Kleinteilen hier lokal gekauft von einen sehr netten Händler der mir die Sicherungen mit den Worten " I make you good price"  verkauft hat.
heute konnte ich endlich eine Elektriker finden der in der Lage war etwas fundierter sich mit der Sache auseinander zu setzen und er konnte auch wirklich das Problem lösen, ein Kondensator war nicht richtig verlötet. Aber Auslöser des Ausfalles und eventuell vielleicht sogar verantwortlich das ich das Problem am Inverter erst bemerkt habe waren die Sicherungen.
Bei genauere Untersuchung war es sichtbar, dass es sich um minderwertige chinesische Plagiate handelte und die Sicherungen nicht das tun was sie tun sollen, Abschalten bei Problemen.


In einem besseren Laden habe ich heute die "gleiche" Sicherung nochmal gekauft, zum fünffachen Preis. Wenn mann beide vergleicht sieht und spürt man den unterschied, die 20g die das Original mehr wiegt sind sicherlich gute Technik. Wenn man den direkten Vergleich hat, dann sieht man recht eindeutig was die Fälschung ist. Das erinnert mich an den Autoteile-Händler in Mwanza der Ölfilter immer mit den Worten "You want a bit more Original?" verkaufte, weil Original gibt es hier einfach nie, es gibt nur bessere und schlechtere chinesische Nachmache.

Mit der Reparatur und neuen Sicherungen sollte es jetzt hoffentlich länger halten.